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Zur Geschichte der Pastoralen Leitlinien

Die Pastoralen Leitlinien der Erzdiözese Freiburg wurden am 1. November 2005 von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch  in Kraft gesetzt. Unter dem Titel "Den Aufbruch gestalten" bilden sie den verbindlichen Orientierungsrahmen für die gesamte Pastoral im Erzbistum.

 

Sie wurden in einem zweijährigen Diskussions- und Konsultationsprozess erarbeitet: Angestoßen durch die Grundsatzrede von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch am 01. Oktober 2003 wurde 2004 eine breite Konsultation durchgeführt und daraufhin Anfang 2005 ein erster Entwurf der Pastoralen Leitlinien veröffentlicht. Rund 75 Prozent aller Pfarrgemeinderäte und die überwiegende Mehrheit aller hauptamtlichen pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gaben Stellungnahmen und Änderungsvorschläge ein. Partizipation und Transparenz waren somit wichtige Gesichtspunkte bei der Erstellung der Leitlinien.

 

Ein erster Schritt dieser Umsetzungs-phase war die Information und die Auseinandersetzung mit den Pastoralen Leitlinien im Jahr 2006. Dafür wurde eine spezielle Arbeitshilfe erarbeitet. In diesem Jahr fanden Konferenzen für alle hauptberuflichen pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und in allen sieben Regionen des Erzbistums "Tage der Pfarrgemeinderäte" für die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pfarrgemeinderatsgremien .

Dadurch angeregt erschien im März 2007 als ergänzende Hilfe für die Umsetzung eine Arbeitshilfe Konzeptionsentwicklung.

Auch in den Dekanaten werden Pastoralkonzeptionen erstellt. Hierfür ist im Oktober 2008 ein eigener Orientierungsrahmen Konzeptionsentwicklung entwickelt worden.

 

Seit März 2006 ist auf Bistumsebene eine "Steuerungsgruppe Umsetzung der Pastoralen Leitlinien" (kurz: StGr UPL) eingerichtet. Mitglieder sind unter der Leitung von Genalvikar Dr. Fridolin Keck die Herren Domkapitulare Andreas Möhrle (Abteilung Seelsorge), Dr. Eugen Maier (Abteilung Weiterbildung) und Dr. Peter Kohl (Abteilung Seelsorge-Personal) sowie die Herren Prof. DDr. Michael N. Ebertz (Professor für Religionssoziologie an der Kath. Fachhochschule Freiburg), Ulrich Schabel (Referat Personalentwicklung) und Andreas Lerbs (Persönlicher Referent des Herrn Generalvikars). Die Geschäftsführung dieser Steuerungsgruppe liegt bei Dr. Stefan Bonath (Referent für Pastoralrat und Pastorale Entwicklung im Rektorat des Erzbischöflichen Seelsorgeamtes.

Die Zügigkeit, mit der diese Pastoralen Leitlinien erarbeitet und nun auch umgesetzt werden, erklärt sich - besonders für Außenstehende und neue Mitwirkende - durch die Tatsache, dass im Erzbistum Freiburg schon seit längerer Zeit kontinuierlich Pastoralentwicklung voran gebracht wird. Bereits 1989 wurde durch die pastorale Initiative "Miteinander Kirche sein - für die Welt von heute" ein breit angelegter Konsultationsprozess begonnen, der im Freiburger Diözesanform (1991/92) einen ersten Höhepunkt fand. 1996 erschienen unter dem Titel "Wege kooperativer Pastoral und Gemeindeleitung" die ersten Pastoralen Leitlinien für die Erzdiözese Freiburg, die 1999 durch die Richtlinien für Seelsorgeeinheiten ergänzt wurden.

 

So war es für Erzbischof Dr. Zollitsch nach seinem Amtsantritt 2003 ein besonderes Anliegen -  aufbauend auf diesen bisherigen Schritten einer Pastoralentwicklung - zu einer "Neubesinnung und Neubewertung der pastoralen Aufgaben" zu motivieren. Gemäß dem Glauben, dass auch unsere Zeit Gottes Zeit ist, bergen "die vor uns liegenden Veränderungen (in Gesellschaft und Kirche) die Chance in sich, dem kirchlichen Leben ein neues Gesicht zu geben und das Reich Gottes in der Spannung zwischen Anbruch und Vollendnung zu einer erfahrbaren Wirklichkeit werden zu lassen." (Pastorale Leitlinien, Kapiteil 9, Seite 53)


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